kidswebbis® 

mit Wissen die Welt verstehen


Sachgeschichten, die Wissen lebendig machen: verständlich erklärt, spannend erzählt und immer kindgerecht.  Für neugierige Grundschulkinder, die die Welt entdecken wollen. 

Viele, viele bunte Farben

Die Welt ist rund und kunterbunt. Im Frühling, Sommer, Herbst und Winter weisen uns die Farben in der Natur den Weg durch das Jahr.

Ein Regenbogen durchbricht mit sechs verschiedenen Farben das Himmelsblau. Ein Sonnengelb stimmt uns heiter. Schwarz dagegen ist die Farbe der Traurigkeit. Zeigt eine Ampel rotes Licht, bleiben wir stehen. Bei grünem Licht können wir gehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Ampel in Buxtehude, Rom oder New York den Verkehr regelt. Wir setzen mit Farben Zeichen, drücken unsere Gedanken, Gefühle oder eine Zugehörigkeit aus. 

Keine Farbe ohne Licht!

Wir nehmen Farben mit unseren Augen wahr. Um Farben sehen zu können, brauchen wir Licht. Bei völliger Dunkelheit sind alle Dinge schwarz. Wie die Farben in einem Farbmalkasten, wenn der Deckel geschlossen ist. Erst wenn wir den Deckel heben und das Licht von den Farbtöpfchen abprallt, können wir die bunten Farben sehen. Wenn du wissen willst, wie wir Farben mit unseren Augen sehen können, lies weiter bei "Alles so schön bunt hier".

Für Wissenswebbis | Physik und Biologie der Farbe
Der englische Physiker Sir Isaak Newton (1642 – 1726), der Entdecker der Schwerkraft, hat zum ersten Mal in der Geschichte weißes Licht in die Regenbogenfarben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett aufgespalten. Dies gelang ihm mit einem Prisma. Einen Regenbogen können wir sehen, wenn wir die Sonne im Rücken haben und in den Regen blicken. Die Regentropfen werfen das Sonnenlicht zurück. Dabei wirken die Tropfen wie Miniaturprismen. In der Physik sprechen wir davon, dass sich farbiges Licht in verschiedene Wellenlängen unterteilen lässt. In der Biologie finden wir die Erklärung für das Wahrnehmen von Farben im Aufbau des Auges. Hier kannst du diese Zusammenhänge genauer nachlesen.

Farbtöpfe und Pinselstrich

Mit den Wasserfarben aus dem Farbmalkasten können wir ein Bild malen. Und siehe da: das Wort „Farbe“ erhält eine weitere Bedeutung: Mit Farbe kann man Tücher, Papier oder Gegenstände färben, bemalen oder anstreichen. Solche Farben enthalten Stoffe aus dem Chemielabor, aus der Erde oder von Pflanzen. Mit ihnen können wir die Welt selbst bunt gestalten. Bereits in der Urzeit bemalten die Steinzeitmenschen Höhlenwände mit Ruß und einem Pulver aus Roteisenerz, einem Mineralstoff aus der Erde. Die Farben Gelb und Blau stellten sie aus der Pflanze Gelbe Rauke und Holunderbeeren her.

Im Laufe der Jahrtausende haben die Menschen unzählige Farbmischungen aus den unterschiedlichsten Stoffen entwickelt. 

Grün, Rot, Blau – mach dich schlau!

Wir wollen uns die Farben Rot, Grün und Blau genauer ansehen. Sie sind die drei Grundfarben, aus denen vier weitere Farben gemischt werden. Daher nennt man Rot, Grün und Blau auch die Primärfarben. Das Wort „primär“ heißt übersetzt „an erster Stelle“.

Nimmt man Farbscheiben dieser drei Farben und hält sie übereinander gegen eine Lichtquelle, entsteht aus Rot und Grün die Farbe Gelb. Aus Grün und Blau wird die Farbe Cyan oder Türkis. Die Mischung von Blau und Rot ergibt die Farbe Magenta, die auch Purpur genannt wird. Werden alle drei Farbscheiben übereinandergelegt, erhalten wir die unbunte Farbe Weiß.


Durch das Mischen der drei Farben Magenta, Gelb und Cyan können wir diesen Vorgang umkehren und die Grundfarben Rot, Grün und Blau wieder herstellen. Legen wir alle drei Farbscheiben Magenta, Gelb und Cyan übereinander, entsteht die unbunte Farbe Schwarz.


Gelb, Cyan (Türkis) und Magenta (Violett) sind daher die sogenannten Sekundärfarben. „Sekundär“ meint „an zweiter Stelle“, da sie erst aus den Grundfarben entstehen. Farbmischungen aus Primär- und Sekundärfarben nennt man Tertiärfarben. Sie sind die „Dritten“ im Bunde. Mit den unbunten Farben Weiß und Schwarz erzeugen wir hellere oder dunklere Farbtöne einer Farbe. Die Geschichte "Das Fest der Farben" erzählt auf ihre ganz besondere Weise von der Entstehung dieser Farbenvielfalt.

Mile, Male, Mule – Farben in der Schule

Im Kunstunterricht lernen wir die Farben Gelb, Rot und Blau als Grundfarben kennen. Diese Sicht auf das Werkzeug „Farbe“ verdanken wir dem Schweizer Maler und Lehrer Johannes Itten. Er hat sich Anfang des 20. Jahrhunderts Gedanken über diese drei Farben und ihre Mischungen gemacht und sie in einem Farbkreis dargestellt.


Farbkreise hatten zuvor schon berühmte Leute wie Leonardo da Vinci oder Johann Wolfgang von Goethe beschäftigt. Mit dem Farbkreis von Johannes Itten lernen wir, dass es Kontrastfarben, warme und kalte Farben sowie Komplementärfarben gibt.

Farben, die man besonders gut voneinander unterscheiden kann, nennt man Kontrastfarben. Die Grundfarben Gelb, Rot und Blau stellen den größten Gegensatz dar. Du erinnerst Dich? Schwarz und Weiß sind unbunte Farben, auch wenn sie einen Kontrast bilden.

Die Farben von Gelb bis Rot empfinden wir als warme Farben. Die Farben Grün bis Violett wirken kühl oder sogar kalt. Warme und kalte Farben sind sehr gegensätzlich. Man sagt auch: Sie bilden einen Warm-Kalt-Kontrast, so wie helle und dunkle Farben einen Hell-Dunkel-Kontrast darstellen.

Gegensätze ziehen sich an – die Komplementärfarben

Im Farbkreis liegen sich Farben gegenüber, die sich gegenseitig ergänzen und dadurch einen starken Gegensatz erzeugen. Du kannst es selbst ausprobieren. Lege eine Orange auf unterschiedlich farbiges Papier. Bei welcher Zusammenstellung leuchten die Orange und ihr Untergrund am stärksten? Ein weiterer Hinweis für eine Komplementärfarbe ist das Mischergebnis zweier Farben: Erzeugt die Mischung ein Grauschwarz, ergänzen sich die beiden Farben. Sie sind Komplementärfarben.

Farben für die Seele

Jede Farbe hat eine Wirkung und nimmt Einfluss auf unsere Gefühle und unsere Stimmung. Rot, Orange und Rotgelb wirken wärmend wie die Flammen eines Feuers. Rot steht aber auch symbolisch für das Leben wie das Blut, das durch unsere Adern fließt. Ein kräftiges Rot strahlt Energie und Schwung aus. Wir verbinden mit der Farbe Gefühle wie Freude und Liebe, aber auch Wut und Rache. Die Bedeutung und Wirkung der Farben wird in vielen Bereichen des Alltags genutzt: z. B. in der Gestaltung von Räumen oder in der Werbung, um ein Produkt zu verkaufen.

Farben in Religionen

In den Religionen spielen Farben in Ritualen und Gottesdienstes eine wichtige Rolle. Hier einige Beispiele: Im Judentum soll die Farbe Blau die Gläubigen an Gott im Himmel erinnern. Violett ist im Christentum die Farbe der Adventszeit, den 40 Tagen vor Ostern und den Buß- und Bettagen. Grün ist die Farbe des Propheten Mohammed.

Schwarz-Rot-Gold, die Farben eines Landes

Jeder Staat und jedes noch so kleine Land besitzt eine Nationalflagge in den Landesfarben. Diese Farben sind oftmals ein Symbol für die Geschichte und Kultur des jeweiligen Landes. In Deutschland trägt die Flagge die Farben Schwarz-Rot-Gold. Sie stehen für die Grundwerte unseres Landes: Freiheit, Einheit und Demokratie.

In der Politik wird eine Farbe mit den Werten und Anschauungen einer Partei in Verbindung gebracht. Dann ist die Rede von den „Roten“ und „Grünen“ oder einer „schwarz-gelben“ Regierung. 

Wenn du jetzt selbst den Pinsel schwingen willst oder Lust auf Bewegung hast, dann schau hier:



Text: Nicole Potthoff | kidswebbi®

Alles so schön bunt!

Eine beschriftete Zeichnung eines Auges

Alles so schön bunt!

Wie entstehen die vielen schönen Farben, die wir wahrnehmen? In einem dunklen Raum sehen unsere Augen die Gegenstände nur in schwarz, weiß und grau. Aber sobald jemand das Licht einschaltet, sehen wir den grünen Becher, den blauen Stuhl und die rote Lampe. Licht allein macht noch keine Farbe, denn es ist unsichtbar. Um Farben sehen zu können, besitzen in wir besondere Sehzellen, die auf das Licht reagieren.
Licht ist eine Form von Energie. Lichtenergie bewegt sich unter anderem in Wellen fort. Diese Wellen sind unterschiedlich lang. Wenn Lichtwellen durch die Pupille ins Augeninnere gelangen, treffen sie auf Millionen von kleinen Stäbchen und Zapfen. 
Sie liegen dicht an dicht auf der Netzhaut. Die Stäbchen nehmen nur die Helligkeit des Lichts wahr, aber keine Wellenlängen. Dafür reagieren sie bereits auf sehr wenig Licht. Durch die Stäbchen unterscheiden wir hell und dunkel. In der Dunkelheit sehen wir mit ihnen schwarz-weiß. Ist das Licht hell genug, stellen sie ihre Arbeit ein.

Eie plastische Anatomie eines Auges

Das Auge

Die Zapfen können hingegen drei Wellenlängen des Lichts unterscheiden: lange Wellenlänge für die Farbe Rot, mittlere Wellenlängen für die Farbe Grün und kurze Wellenlängen für die Farbe Blau. Sobald die Stäbchen und Zapfen einfallendes Licht empfangen, senden sie über den Sehnerv diese Nachrichten an unser Gehirn.
Das Gehirn setzt diese Signale in Farben um, daher können wir auch Mischfarben wahrnehmen. Erst jetzt entsteht vor unserem Auge ein farbiges Bild. Bei einigen Menschen fehlen die Zapfen für das Farbsignal Rot und das Farbsignal Grün. Sie haben Schwierigkeiten, Rot- und Grüntöne voneinander zu unterscheiden. Die meisten Säugetiere haben auf der Netzhaut ihrer Augen Stäbchen und zwei Sorten von Zapfen. Allerdings besitzen sie viel weniger dieser Sinneszellen als Menschen. Hunde, Katzen, Nagetiere oder Pferde können also bestimmte Farben erkennen. Vögel und Reptilien dagegen besitzen sogar vier Sehzapfen, weshalb sie Farben sehen, die uns verborgen bleiben.

Texte: Nicole Potthoff | kidswebbi®

101 Möglichkeiten auf einem Pferd zu sitzen


Vom Wildpferd zum Reitpferd

Der Mensch hat Tiere über viele, viele Jahre an sich gewöhnt, sodass sie gern bei uns leben . Das nennt man domestizieren. 
Seit der Mensch das Pferd domestiziert hat, dient es als Transport- und Fortbewegungsmittel. 
Fast genauso lange gibt es auch Pferderennen. 
Am schönsten ist jedoch der Ausritt an einem sonnigen Tag im Wald und auf den Wiesen.

In Reitschulen oder Reitvereinen kannst du das Reiten oder Voltigieren erlernen. Statt eines eigenen Ponys oder Pferdes gibt es Reitbeteiligungen, die dir den Umgang mit einem Pferd verhältnismäßig kostengünstig ermöglichen können. In vielen Reitvereinen gibt es Pflegepferde, die regelmäßig geritten werden müssen. Als Mitglied des Reitvereins und mit den entsprechenden Reitabzeichen darfst du so ein Pferd reiten.

Wie ein Pferd geritten wird, lässt du dir am besten in der Reitschule erklären und zeigen. Nur die Übung macht schließlich den Meister. Mit der ersten Reit- und Voltigierstunde wird man dir schon einiges über den Umgang mit Pferden, das Satteln und Auftrensen erzählt haben. Vielleicht hast du auch schon dein Schulpferd geputzt und bist dabei ordentlich ins Schwitzen gekommen.






Die Reitausrüstung

 Die erste Reitausrüstung besteht in erster Linie aus bequemer, eng anliegender Kleidung, knöchelhohen Schuhen mit einem leichten Absatz und – ganz wichtig – einer Reitkappe. Viele Reitschulen haben einen Reitkappenverleih, so dass eine Anschaffung erst später nötig wird. In Fachgeschäften gibt eine große Auswahl an Zubehör und Kleidung für den jungen Reiter. Am besten erkundigst du dich auf deinem Reiterhof, welches Zubehör wirklich sinnvoll ist. Für den Anfang können gebrauchte Sachen den Geldbeutel schonen.


Mehr Geld solltest du in eine gute Reitkappe und eine Sicherheitsweste investieren. Diese Sachen müssen genau angepasst werden. Deshalb ist ein Fachgeschäft mit einer großen Auswahl und einer guten Beratung sehr wichtig. Reitstiefel müssen ebenfalls gut sitzen und vor allem bequem sein. Achte darauf, dass deine Füße nicht schwitzen oder die Stiefel zu eng anliegen. Reithosen, Reitgerte und Reithandschuhe können nach und nach angeschafft werden.


Das Sattelzeug wie Sattel, Sattelgurt, Unterdecke, Steigbügelriemen und Steigbügel so wie Trensen sind in den Reitschulen und Reitvereinen für die Schulpferde bereits vorhanden. Wenn du dir ein eigenes Pferd oder Pony anschaffen möchtest, lohnt es sich ebenfalls nach guten gebrauchten Sachen zu schauen.


Der Reitarten

Ob du es glaubst oder nicht, aber auch die Art und Weise wie man ein Pferd reitet, ist eine Kunst für sich. Zwei davon sind der klassische Reitstil und das Westernreiten.

Der klassische Reitstil wird oft auch der englische Reitstil genannt. Kennzeichen dieser Reitweise sind neben einem flachen Sattel und dem Zaumzeug, das Führen des Pferdes über die Zügel, die mit dem Trensengebiss verbunden sind. Die meisten Reitsportarten werden auf diese Weise geritten. Dazu gehören das Geländereiten, das Springen und die Dressur.

Das Westernreiten ist die Reitweise der Cowboys. Der Sattel ist beim Westernreiter größer und schwerer, man könnte auch sagen gemütlicher. Das Pferd wird nur mit einer Hand geführt und die Zügel sind locker. Das ist kein Wunder, denn Cowboys sind mit ihren Pferden den ganzen Tag unterwegs, da wäre die aufrechte und gerade Haltung des englischen Reitstils auf Dauer ganz schön unbequem.

Weitere Reitweisen sind das Gangpferdereiten wie Tölt und Pass, die klassisch-barocke oder auch iberische Reitweise, die leichte Reitweise für Freizeitreiter und die Gardianreitweise der französischen Rinderhirten.


Der Reitsport

Zu den beliebtesten und bekanntesten Reitsportarten gehören das Dressurreiten, das Springreiten, die Vielseitigkeitsprüfung und der Fahrsport mit Kutschen und Wagen.

Beim Dressurreiten denken viele Menschen an Zuckerbrot und Peitsche. Dabei ist diese Form des Reitens Gymnastik für das Pferd. Es lernt das Gewicht des Reiters optimal zu tragen – und natürlich auch Gehorsam. In verschiedenen Lektionen werden die Gangarten geübt oder z. B. der Wechsel von Trab in den versammelten Trab. Die Dressurprüfung wird in einem Dressurviereck abgehalten.
Dieses Feld ist 20 x 40 m groß. Die einzelnen Lektionen sind genau vorgegeben und werden von einer Jury bewertet. Bei einer Kür dürfen Pferd und Reiter zeigen, wie sie als harmonische Einheit  wirken, ähnlich wie ein Tanzpaar auf dem Parkett.

Im Springreiten können Pferd und Reiter ihre Geschicklichkeit und Schnelligkeit beweisen. In einem angelegten Parcours geht es im Galopp über Hecken, Zäune und Gräben. 1949 übersprang das Vollblutpferd Huaso bei einem Turnier in Santiago de Chile die Höhe von 2,47 m.


Vielseitigkeit

Das Vielseitigkeitsreiten wurde früher auch Militaryreiten genannt. Vielseitig und mutig müssen Pferd und Reiter auch sein, wenn sie im wahrsten Sinne des Wortes über „Stock und Stein“ im Gelände reiten. Dieser Teil der Vielseitigkeitsprüfung ist die gefährlichste Reitsportart. Immer wieder kommt es dabei zu schweren Reitunfällen. Das Dressurreiten und das Springen sind die beiden weiteren Einzelprüfungen, die ein Vielseitigkeitsreiter bei einer solchen Prüfung bestehen muss.


Dass Pferde Kutschen und Wagen ziehen ist ein alter Hut. Wagenrennen fanden schon in der Antike statt. Heutzutage gibt es im Fahrsport Marathon-, Hindernis- oder Geländefahrten. Dabei werden ein bis vier Pferde vor einen Wagen gespannt. Der Weltrekord liegt bei 25 Pferden vor einem Gespann und wurde 1998 aufgestellt.

Weitere Reitsportarten sind das Jagdreiten, das Galopp- und Trabrennen, Polo und Rodeo. Vielleicht fällt dir selbst noch die eine oder andere Möglichkeit ein, ein Pferd zu reiten. 

Texte: Nicole Potthoff | kidswebbi®

Eine Reise durch die Geschichte der Buchstaben 

Am Anfang war das gesprochene Wort. Ereignisse, Nachrichten und Geschichten wurden von Mund zu Mund weitergegeben. Doch das gesprochene Wort ist wie der Wind, man kann es nicht einfangen. Das gesprochene Wort verändert sich sogar, je länger es zwischen den Menschen hin und her wandert. So kann „aus einer Mücke ein Elefant“ werden und umgekehrt.

Um das zu verhindern und um das gesprochene Wort „festzuhalten“, dachten sich die Menschen Zeichen aus. Zunächst waren es Bilder, die Geschichten erzählten, Wissen weitergaben oder Bräuche überlieferten.

Von Höhlenmalerei bis zur ersten Schrift

Was mit Höhlenmalereien, Kerben und eingeritzten Zeichen in Gegenständen begann, setzte sich als erste Schriften fort. Es wurde auf Knochen, Stein, Holz, Metall, Leder, Blättern und Papyrus geritzt, gemeißelt, gedruckt und gemalt. Mit so genannten Piktogrammen, gemalten Bildchen, wurden Pflanzen, Tiere, Menschen und Gegenstände dargestellt. Mit einem abgebildeten Fuß brachte man zum Beispiel das Verb „gehen“ in Verbindung.

Sogar in unserem Alltag spielen Piktogramme eine große Rolle:dieses Schild bedeutet Fluchtweg und findet sich in Kindergärten, in Schulen und in vielen anderen öffentlichen Gebäuden. Auch die Zeichen für Frau, Mann oder divers sind Piktogramme und werden von allen Menschen verstanden, egal welche Sprache sie sprechen.
Die chinesischen und japanischen Schriftzeichen haben sich ebenso aus Piktogrammen entwickelt wie die Hieroglyphen der Ägypter, Maya und anderer Völker der vorchristlichen Geschichte. Hieroglyphen sind eine Mischung aus Bildern und Silbenzeichen.
 
Die Wiege unserer Schrift steht jedoch in Mesopotamien, dem Land zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris. Das Zweistromland, dessen größter Teil heute zum Irak gehört, war jahrtausendelang die Heimat der Sumerer. Sie haben vor etwa 5.500 Jahren nicht nur das Rad und die Töpferscheibe erfunden, sondern auch die Keilschrift.
Mit einem Griffel aus Schilfrohr oder Holz ritzten die Sumerer Bild-, Silben- und später Mitlautezeichen in Tontafeln, die anschließend gebrannt wurden. Der Griffel hinterließ im weichen Ton beim Einritzen eine Keilform, daher hat die Schrift ihren Namen. Sie wurde zur Aufstellung von Listen, Zahlenreihen und dem Erstellen von Urkunden benutzt. Romane und Gedichte wurden noch nicht in Keilschrift verfasst.

Das erste Alphabet

Das erste Alphabet bestand aus 22 Mitlauten bestand. Ausgedacht haben es sich die Phönizier etwa 1.700 vor Christus. Vokale wurden zwar gesprochen, jedoch nicht geschrieben.
Mitlaute sind Buchstaben, die nicht alleine klingen können. Sie brauchen immer einen Selbstlaut (A, E, I, O, U), damit man sie hören kann.
Im 9. Jahrhundert vor Christus übernahmen die Griechen das phönizische Alphabet und entwickelten es weiter. Aus den beiden griechischen Anfangsbuchstaben Alpha und Beta setzt sich das Wort Alphabet zusammen. Das griechische Alphabet besteht aus 24 Buchstaben, die sowohl groß als auch kleingeschrieben werden. In der Geometrie werden Winkel oft nach den kleingeschriebenen griechischen Buchstaben α wie Alpha = a, β wie Beta = b und γ wie Gamma = g benannt. γ entspricht dem Buchstaben c. Mit dem griechischen Buchstaben π wie Pi = p verbinden die Mathematiker die Kreiszahl 3,14159...

Von Griechenland aus gelangte das griechische Alphabet nach Norditalien. Dort lebten und herrschten die Etrusker. Sie ließen einige Buchstaben weg, weil es sie in ihrer Sprache nicht gab und fügten neue hinzu. So entstand das etruskische Alphabet, aus dem die Römer um 600 vor Christus das lateinische Alphabet entwickelten. Es ist das auf der Welt am meisten verbreitete Alphabet. Die Römer verfassten ihre Schriften zunächst nur in Großbuchstaben.
Die Großbuchstaben tragen den Namen Majuskeln. Später kamen die Minuskeln dazu, die Kleinbuchstaben.

Das Alphabet verändert das Leben

Erst im Mittelalter entstanden die heutigen 26 Buchstaben, zu denen sich im Deutschen Alphabet die Umlaute ä, ö, ü und das kleine ß gesellen. Andere Länder haben - ihrer Sprache entsprechend - ebenfalls Buchstaben hinzugefügt wie z.B. der französische Buchstabe ç cedille.
 
Alphabete veränderten sich Laufe der Jahrtausende. Damit einher erfanden die Menschen auch immer wieder neue Schriften, Schreibgeräte und Materialien zum Beschriften. Im 2. Jahrhundert stellten die Chinesen bereits Papier her, das zunächst jedoch zu Taschentüchern und Toilettenpapier verarbeitet wurde. 1.000 Jahre später fand das Papier seinen Weg über die arabische Welt nach Europa. Während sich in Bagdad schon seit 795 eine Papiermühle drehte, wurde in Nürnberg 1390 die erste deutsche Papiermühle zur Papierherstellung errichtet.

Auch die Form der Bücher veränderte sich: Die Schrift- oder Buchrolle aus Papyrus oder Pergament wurde in der Antike nach und nach durch den Kodex ersetzt, einem Block aus gebundenen Holztafeln oder Papyrus- bzw. Pergamentblättern. Der Kodex stellt die Urform des heutigen Buches dar, das im Mittelalter erfunden wurde.

Lesen und Schreiben gestern und heute

Trotz dieser großartigen Erneuerungen blieb das Verfassen von Schriften und Büchern eine mühselige und zeitaufwendige Handarbeit, die in Europa meistens in den Schreibstuben oder Bibliotheken der Klöster von Mönchen erledigt wurde.
Im Mittelalter war das Lesen und Schreiben überhaupt nur Sache der Mönche und einiger reicher Edelleute – und dies in lateinischer Sprache. Die erste große Änderung in der Schreibweise befahl Karl der Große, Frankenkönig und Kaiser des Heiligen römischen Reiches, der selbst nicht richtig lesen und schreiben konnte. Im 9. Jahrhundert wies er seine Schreiber an, dass nur Eigennamen großgeschrieben werden durften. Ein Befehl über den sich heute viele Schüler freuen würden.
Ein Beispiel für die Schreibweise des Mittelalters findest du in unserem Ritter-Spezial. Dort gibt es einen Auszug aus einem Liebesgedicht des Minnesängers Walther von der Vogelweide einmal in der Originalschreibweise und in der heutigen Übersetzung.

Das älteste mit beweglichen Metallbuchaben gedruckte Buch der Welt stammt aus dem Jahr 1377 und wurde in Korea gedruckt. In Europa verbesserte und vereinfachte Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert das Drucken mit Metallbuchstaben. Damit wurden Bücher für viele Menschen zugänglich, denn von nun an konnten Schriften in weitaus kürzerer Zeit und beliebig oft vervielfältigt werden. Dies galt vor allem für die Bibel, dem Buch der Bücher.

Heute erscheinen jeden Tag auf der ganzen Welt viele neue Bücher und eBooks. Es ist für uns selbstverständlich, in der Schule lesen und schreiben zu lernen. Aber angefangen hat das alles mit dem ABC.

Leider gibt es immer noch viele Menschen auf der Welt, die nicht lesen und schreiben können.
Das ist etwa jeder 11. Mensch. Oder anders ausgedrückt: Von 100 Menschen sind rund 9 Analphabeten. Die meisten von ihnen sind Erwachsene, und besonders viele sind Frauen. Zum Glück lernen heute immer mehr Kinder lesen und schreiben.
Aber in manchen Ländern ist das noch sehr schwer, weil es zu wenig Schulen gibt.

Text: Nicole Potthoff | kidswebbi®

Entdecke die Geschichte des Fußballs 

Fußballstaion in der 1950er Jahren

Fußball ist die Sportart Nummer 1. Weltweit gibt es heute über 350 Millionen Fußballspielerinnen und ‑spieler. Fußball bewegt die Menschen – nicht nur auf dem Fußballfeld. Flanken, Tore & Co. sind auch Thema Nummer 1 für rund 40 Millionen Deutsche, die sich für das Spiel interessieren. 

Was ist das Geheimnis des Fußballs? Uwe Seeler, ein ehemaliger Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft, sagte: „Der Ball!“ 

Das Spielen mit einem Ball fesselt die Menschen seit Urzeiten. Unzählige Spiel‑ und Sportarten sind aus dieser Begeisterung entstanden. Darunter die ersten Ballspiele mit Fußeinsatz vor über 5.000 Jahren. Das heutige Fußballspiel hat sich aus den verschiedensten Ballspielarten entwickelt.  

Ohne Ball nix los! 

Wenn das Geheimnis des Fußballs im Ball steckt, sollten wir unbedingt einen Blick auf die „Kugel“ werfen.  Der Weltmeisterschafts‑Fußball 2026, mit dem Namen Trionda, wiegt etwa  425–445 Gramm und hat einen Umfang von 68–70 Zentimetern. Er besteht aus vier großen Teilen aus robustem Kunststoff, hat keine Nähte und ist seinem Urahn, dem Lederfußball, haushoch überlegen. 

Die Entwicklung der WM‑Bälle ist eine Wissenschaft für sich. Heute durchlaufen die WM‑Bälle einen TÜV, sie werden nicht nur von Fußballern getestet, sie müssen Waschgänge in einer Waschmaschine überstehen und werden von einem Roboter auf Haltbar‑ und Spielbarkeit überprüft.  Beim legendären „Wunder von Bern“ 1954 schoss sich die deutsche Fußballnationalmannschaft mit einem aus 18 Lederstücken handvernähten Ball zum Weltmeister. Das Leder umhüllte eine aufgepumpte Schweinsblase, war schwer, bei Regen noch schwerer und mehr Würfel als Kugel. Aber immerhin wurde auch diese „Pille“ mit 100 km pro Stunde im Tor versenkt.  

„Das Runde muss in das Eckige!“ 

Kürzer als der Fußballtrainer Sepp Herberger kann man den Sinn des Spiels nicht erklären. Zwei Torhüter versuchen ihre „Hütten sauber zu halten“ und die übrigen zwanzig Feldspieler laufen auf einem festgelegten Spielfeld dem Ball hinterher, um „ihn reinzutun“.  
 

1930 findet in Uruguay die erste Fußballweltmeisterschaft statt. Der WM‑Pokal bleibt gleich dort, da Uruguay mit einem Torverhältnis von 4:2 gegen Argentinien das Finale gewinnt.

Die Rangliste der erfolgreichsten WM‑Teilnehmer führt weiterhin Brasilien mit fünf Titeln an. Die Seleção, die Auswahl der besten brasilianischen Fußballspieler, hat sich den begehrten Pokal bisher fünfmal erspielt. Deutschland folgt mit vier Titeln

Foto eine Fußballstadions aus den 2000er Jahren

Die Fußball‑Weltmeisterinnen 

2003 stehen sich Deutschland und Schweden im Finale der Fußballweltmeisterschaft gegenüber. 13,6 Millionen Menschen sitzen wie gebannt vor dem Fernseher und hoffen auf die Erfüllung eines Traums: endlich wieder Weltmeister zu sein! Nach 90 Minuten ist der Spielstand 1:1. Damit geht das Spiel in die Verlängerung. Wer jetzt das erste Tor schießt, gewinnt, so lautet die Golden-Goal-Regel. Die Anspannung steigt ins Unermessliche. Die ersten Minuten ziehen dahin – da erhält Deutschland einen Freistoß.


Der Freistoß wird angepfiffen: Flanke in den Strafraum – Kopfball – Tor, Tor, Tor! Deutschland ist Fußballweltmeister 2003! Welch eine Freude und Begeisterung! Unsere Mädels sind die Besten! Sie wiederholten den Sieg gegen Brasilien in 2007. Danach gewannen 2011 Japan, 2015 die USA, 2019 erneut die USA und 2023 Spanien die Weltmeisterschaft.

Die ersten Berichte über Frauen, die Fußball spielen, stammen aus dem 12. Jahrhundert aus Frankreich. Aber wie könnte es anders sein, die Engländerinnen bereiten dem weiblichen Spiel den Weg. 1863 spielen dort Mädchen an Schulen Fußball. 1894 gründet sich das erste englische Frauenteam. Nach einer Welle der Begeisterung wird der Frauenfußball in England von 1921 bis 1970 verboten. Die Begründung: Der Sport ist für Frauen nicht geeignet. In Deutschland haben es Frauen und Mädchen ebenfalls schwer mit der Anerkennung ihrer sportlichen Leistungen. Der DFB erkennt den Frauenfußball und damit auch Ligaspiele erst 1970 öffentlich an. Heute gehören etwa 15 % Mädchen und Frauen aktiv zur deutschen Fußballgemeinde. Die meisten Fußballspielerinnen lassen sich in den USA finden. Dort ist der Fußball zu 45 % weiblich. 

Text: Nicole Potthoff | kidswebbi®

Sommerexpedition in den Wald

Fünf Kinder auf einer Wanderung im Wald

Sehen, Hören, Riechen: Anregungen für einen Ausflug mit Kindern in den Wald

Trari-trara,

Der Sommer, der ist da!
Wir wollen raus in Wald und Garten,
und können es kaum erwarten!
Ja, ja, ja
Der Sommer, der ist da.

Für unsere Expedition in den heimischen Wald benötigen wir:

Robuste Schuhe und Kleidung:
Lange Hosen schützen vor Kratzern und Insektenbissen.
Dabei auch an den Zeckenschutz denken!

Feste Schuhe geben einen besseren Halt im Gelände und Wurzelwerk.
Hut oder Kappe zum Kopfschutz und auf sonnigen Abschnitten.

Kleiner Rucksack mit Expeditionsausrüstung:

  • Bestimmungsbuch für Tiere und Pflanzen im Taschenbuchformat
  • Wander-Karte oder Wander-App und Kompass
  • kleine Pflasterbox mit Zeckenzange
  • Lupe oder Becherlupe
  • Fernglas
  • kleines Taschenmesser
  • kleines Notizbuch und Stift für Beobachtungen und Zeichnungen
  • Plastikdose für Fundstücke wie Steine, Federn, Blätter usw.
  • Ungzuckerte Getränke wie Wasser oder Tee. Kleine Mahlzeiten wie ein Obst und eine Brotzeit.


Gegen Blasen an den Füßen helfen enganliegende Socken, die auch bei längeren Wanderungen keine Falten werfen.  Sobald etwas im Schuh scheuert: Schuh ausziehen und mit einem Pflaster die Stelle schützen, bevor eine Blase entsteht.





Fünf Kinder auf einem Waldweg

Expeditionsregeln

  1. Die Expeditionsleitung übernehmen die Kinder.
  2. Die Expeditionsleitung bestimmt wohin und wie lange der Ausflug dauert. Planungsvorschläge von allen Teilnehmenden sind erwünscht.
  3. erwachsene Expeditionsteilnehmende müssen alle Fragen der Expeditionsleitung nach bestem Wissen und Gewissen beantworten. Das Bestimmungsbuch darf dabei benutzt werden.
  4. Im Wald vermeiden alle Teilnehmenden unnötigen Lärm und alle bleiben auf den Wanderwegen.
  5. Es wird im Wald kein Abfall hinterlassen.
  6. Die Teilnehmenden bleiben alle in Sichtweite oder treffen genaue Absprachen.
  7. Tiere und Pflanzen des Waldes werden nicht beschädigt.
  8. Es dürfen nur Baumfrüchte und Samen von Waldboden aufgesammelt werden, die die Teilnehmenden kennen.
  9. Waldfrüchte, wie z. B. Brombeeren dürfen nur nach Rücksprache mit den Erwachsenen gegessen werden.
  10.  Alle Expeditionsteilnehmenden haben aufeinander Rücksicht zu nehmen.
  11. Wir machen ausreichend Pausen.


Sind alle mit den Regeln einverstanden und die Rucksäcke gepackt? Das Gute-Laune-Barometer zeigt ein Hochdrucklächlen? Dann startet jetzt los! 

Achtung! Waldbrandgefahr!

Im Sommer steigt die Waldbrandgefahr. Die meisten Brände werden jedoch durch Waldbesucher verursacht. Von Anfang Mai bis Ende Oktober ist das Rauchen und Feuermachen im Wald verboten! 
Denn:

  1. Zigarettenkippen und Streichhölzer gehören nicht in den Wald!
  2. Grillen oder ein Feuer zu machen sind strengstens verboten!
  3. Alle Dinge, wie Glasscherben, Flaschen o. ä., die wie ein Brennglas wirken können, dürfen nicht liegen gelassen werden.
  4. Selbst der heiße Katalysator eines Autos kann einen Waldbrand auslösen, wenn das Fahrzeug auf einer trockenen Grasfläche abgestellt wurde.
Ein  Kind riecht an einer Waldmeisterpflanze

Nutze deine Sinne

Für die Augen:

Das herrliche Grün der Pflanzen und Bäume beruhigt ungemein. Seht mal, wie die Sonnenstrahlen durch die Blätter scheinen und sich im Wasser des kleinen Baches spiegeln. Wer krabbelt den dort? Auf dem Waldboden, in morschen Baumstümpfen und Rinden findet jetzt das große Krabbeln statt. Beobachtet einmal eine Ameisenkolonie oder den Flug einer Libelle über das Wasser. Bunte Schmetterlinge begleiten uns ein Stück des Weges.

Für die Ohren:

Hört mal, wer da hämmert! Ein Specht! Der Blätterwald rauscht und die Zitterpappeln wispern ein Sommerlied. Es summt und brummt im Sommerwald. Erkennt ihr einige Insekten an ihrem Flug? An Bächen und Gewässern hört man das laute Quaken der Frösche.

Für die Nase:

Wie riecht Baumharz oder Birkensaft? Das Wasser eines Baches hat auch einen ganz besonderen Duft, genauso wie die vielen Wildkräuter, die ihr entdecken könnt. Ein Wildblumenstrauß ist nicht nur etwas für die Augen, sondern auch für die Nase. Leider verwelken die Pflanzen nach dem Pflücken sehr schnell, deshalb solltet ihr sie in einen kleinen Behälter mit Wasser stellen oder die Stiele mit feuchten Tüchern umwickeln.

Unter Steinen, Baumrinden oder Ästen am Boden könnt ihr nach Insektennestern Ausschau halten. Einige Insekten wie Wespen oder bestimmte Käferarten legen ihre Eier auf Pflanzen, Blättern oder Baumrinden ab. Zu sehen sind sie an den Schwellungen auf den Blättern der Pflanzen.

Hat bereits jeder Expeditionsteilnehmer einen passenden Wanderstock gefunden? Dann ist es Zeit für das gemütliche Picknick im Wald. 

Text: Nicole Potthoff | kidswebbi®